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Das eigene Depot absichern


Trotz Rückschlägen wie dem Börsencrash der Jahre 2001/2002 entdecken auch in Deutschland immer mehr Anleger das langfristige Potential von Aktien und Wertpapieren. Doch was tun, wenn man nicht jeden Tag deren Kurse verfolgen kann oder will, sich aber dennoch vor Kursverlusten schützen möchte? Für diesen Zweck gibt es verschiedene Strategien, wie sich ein Depot absichern lässt.

Zum einen wäre da die Variante, anstelle der Basiswerte entsprechende Discountzertifikate ins Depot zu legen. Diese Discountzertifikate bieten – wie es der Name schon vermuten lässt – einen Abschlag (Discount) auf den Basiswert an, welcher als Sicherheitspuffer fungiert. Ein kurzes Beispiel dazu: bei einem Discountzertifikat zum Kaufpreis von 180 Euro wird der Anleger zum einen an den Kurszuwächsen des Basiswertes beteiligt, bekommt auf der anderen Seite aber auf jeden Fall am Ende der Laufzeit die 180 Euro ausgezahlt, wenn der Kurs des Basiswertes nicht unter 120 Euro fällt. In diesem Fall kauft der Anleger das Kurspotential des Basiswertes (abzüglich der Gebühren des Zertifikates), bekommt aber einen Risikopuffer von 33 Prozent (120 Euro zu 180 Euro).

Eine zweite Variante wäre der Einsatz von Optionsscheinen. Mit Optionsscheinen auf fallende Kurse, so genannten Put-Optionsscheinen, können Anleger Gewinne erzielen, während der Kurs des Basiswertes nachgibt. Im richtigen Verhältnis eingesetzt, lässt sich damit jeder Kursverlust des Basiswertes einhundertprozentig kompensieren, wodurch sich der Anleger vor jeder Art von Verlust sichern kann. Allerdings verlangt der Einsatz von Optionsscheinen einige Vorkenntnisse über deren Funktionsweise und Risiken. Darüber hinaus muss ein Anleger seitens seines Brokers termingeschäftsfähig sein, um diese als Derivate bezeichneten Anlageinstrumente handeln zu dürfen. Wegen ihrer begrenzten Laufzeit und dem Zeitwertverlust, eignen sich Optionsscheine nur zur kurzfristigen Depotabsicherung.

Eine dritte Variante der Absicherung eines Depots ist die Nutzung von Stop-Loss-Kursen. Hierbei gibt der Anleger einen Kurs ein, der sich je nach Volatilität des Basiswertes zehn Prozent oder auch mehr unterhalb des aktuellen Kurses befinden sollte. Rutscht der Kurs des Wertpapieres auf den Stop-Kurs ab, so wird das Papier zum nächsten Kurs bestens, also billigst, am angegebenen Börsenplatz verkauft. Um bei diesem automatischen Verkauf ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, sollte für den Stop-Kurs immer der Börsenplatz gewählt werden, der das höchste Handelsvolumen im entsprechenden Wertpapier aufweist.
Wer diese Strategien zur Depotabsicherung gezielt einsetzt und kombiniert, kann sich so gut nur möglich vor eventuellen Verlusten schützen und ruhiger schlafen als ein Anleger, der keine Absicherung betreibt.


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Über den Autor

Daniel Franke info@investmentsparen.net


von: Daniel Franke
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