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Sehen in der Nacht


High-end LED leuchten inzwischen heller und weiter als die meisten Halogen Glühlampen. Diese kommen ohne Glühfaden aus und brennen nicht nur energiesparend, sondern auch störungssicher und durchaus bis zu 10000 Stunden. Licht ohne Ende, und das betriebssicher und mit nur geringem Energieverbrauch. In punkto Ausleuchtung ziehen verschiedene LED-Brenner schon an den Glühleuchten vorbei. Dessen ungeachtet sich die klassischen Halogenstrahlergenauer Fokussierung des Reflektors auf stolze 6o Meter herantasten, reicht zum Beispiel der Petzl Myo XP ein simpler Kopfdruck, um ihr LED-Licht um 65 Meter enorm in die Dunkelheit zu schmettern. Allerdings, nach 25 Sekunden drosselt die Myo XP automatisch die Energie, um Hitzeschäden durch die drei Watt starke LED zu verhindern. Doch selbst gedrosselt ist sie noch ebenso stark wie die Halogeleuchten. Nicht nur auf weite Distanz, sondern auch im Nahbereich, der schon immer eine Domäne der breit streuenden LED war. Somit die Lampen ungeachtet enorm leuchten, zentralisieren unterschiedliche Hersteller das Licht der Leuchtdiode ab Werk. Diese Lichtbündelung lässt sich jedoch nicht weiter verstellen. Anders bei der Myo XP. Hier greift Petzl zu einem

genialen Trick, um deutlich wie nah gutes Licht zu liefern. Eine vorklappbare Streuscheibe wandelt hart gebündeltes Spotlicht in strahlendes Streulicht. Der größte LED-Vorteil zeigt sich erst bei der Kondition. Das beweist bemerkenswert die Silva, bei der ein Batteriesatz für satte 10 Stunden Fernlicht reicht. Abgeblendet erreicht sie sogar 60 Stunden, wobei sie in diesem Punkt von der Petzl Myo XP geschlagen wird. 230 Stunden lang leuchtet diese LED-Lampe mehr als hinlänglich grell zum Gehen oder Zeltaufbauen. Zum Vergleich, die genügsame Halogenlampe liefert gerade mal für vier Stunden Licht, mit der gleichen Anzahl Batterien.

Leuchpower hin, Ausdauer her.  Auch das Handling der Lampe muss stimmen. Sehr ergonomisch zeigt sich der große Drehschalter an der Myolite 3. Dieses Modell verwöhnt zudem mit bequemem Sitz. Nichts drückt oder klemmt, meist merkt man gar nicht, dass man eine Lampe trägt. In der Ausstattung besitzen einige Lampen nur das Nötigste, einen Ein-Aus-Schalter und zwei Beleuchtungsstärken. An­dere Modelle bie­ten neben mehreren Leuchtstufen auch noch ein Blinksignal für Notfälle sowie einen funktionellen Blendschutz, der verhindert, dass LED-Licht durchs Lampengehäuse auf Nase und Wangen des Trä­gers fällt und ihn so blendet.

Noch mehr freut man sich aber über eine Batteriestatusanzeige der Lupine Stirnlampe, welche die verbleibende Leuchtdauer anzeigt und damit vor plötzlichem Stromausfall warnt.


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Über den Autor

Silvio Graupner



von: silvio
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