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Tribut des steilen Aufstiegs für Djokovic


Das Bild am Jahresende wollte so gar nicht zu dem passen, was Novak Djokovic über die vergangenen Monate hinweg geleistet hatte. Ausgerechnet beim Masters-Finale in der chinesischen Wirtschafts-Metropole Shanghai wirkte der junge Serbe ausgebrannt, körperlich und geistig nicht auf der Höhe. In allen drei Gruppenspielen ging er als Verlierer vom Platz, hatte in keinem der Matches eine echte Siegchance.

Es war der Tribut des steilen Aufstiegs, den Djokovic im Schlussspurt zahlen musste. Ein Aufstieg, der ihn bis auf Platz drei der Weltrangliste, bis in das Finale der US Open geführt hatte. Der Newcomer spielte und kämpfte sich dabei in den vergangenen Monaten nicht nur in die Herzen der Serben, von denen er mittlerweile als Nationalheld verehrt wird. Auch die internationale Tennis-Öffentlichkeit hat ihn längst als Star entdeckt. Die Bilanz gibt dies durchaus her. Novak Djokovic ist keine sportliche Eintagsfliege, dafür war sein Aufstieg zu konsequent, zu stetig. Zu Jahresbeginn scheiterte er noch im Achtelfinale der Australian Open. Zweifelsohne wäre schon dort mehr für ihn drin gewesen, wäre nicht Roger Federer in
jener vierten Runde sein Gegner auf der anderen Seite des Netzes aufgetaucht. Überhaupt waren es vornehmlich der Eidgenosse und Sandplatzkönig Rafael Nadal, die Djokovic Aufstieg zumindest ein wenig behinderten. Bei den French Open unterlag er im Halbfinale dem schlagstarken Mallorquiner, gegen den er im Semifinale von Wimbledon verletzt Handtuch und Tennisschläger werfen musste. Im Endspiel der US Open war dann wieder der Weltranglisten-Erste jene Hürde, die den Serben vor dem Finalsieg entscheidend ins Straucheln brachte.

Fragt man Djokovic nach seinen sportlichen Zielen für das Jahr 2008, so definiert er diese klar. Ein Grand-Slam-Turnier möchte er gewinnen und dabei nach Möglichkeit eine der Hürden Nadal oder Federer überspringen.


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Über den Autor

Maik Langenberg MLangenberg@gmx.net


von: Maik Langenberg
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